11 Jan, 2018

Ängste, Selbstzweifel und Unsicherheit auf Reisen.. und warum es OK ist, Schwäche zu zeigen

Ängste, Selbstzweifel und Unsicherheit auf Reisen
11 Jan, 2018

Seit knapp einer Woche bin ich nun in Medellin, Kolumbien und obwohl es mir bisher gut gefällt, möchte ich heute über ein Thema sprechen, über das viel zu selten gesprochen wird, nämlich über Ängste, Selbstzweifel und Unsicherheit auf Reisen.

19:30 in Medellin, Kolumbien. Mein Flieger ist gerade nach einem ziemlich ruppigen Anflug auf der Landebahn aufgekommen und mein Magen hat sich nun schon gefühlt zum 30. Mal umgedreht. Mir ist kotzübel- ein Anzeichen, dass ich Angst habe. Das Gefühl kenne ich bereits und ich finde es ganz schrecklich. In den letzten 11 Stunden Flug ist mir immer und immer wieder durch den Kopf gegangen, wie ich gleich bei Dunkelheit in diesem neuen Land, auf diesem neuen Kontinent ankomme und ich mich dann auf den Weg zu meiner Unterkunft machen muss. Die Anweisung meines Airbnb-Hosts hinsichtlich meiner Anreise gehe ich immer wieder im Kopf durch und ich weiß, dass ich zunächst vom Flughafen aus einen Bus ins Zentrum nehmen werde, um von dort ein Taxi zu meiner Unterkunft zu nehmen. “Du kannst eigentlich jedes gelbe Taxi nehmen, da solltest du keine Probleme haben,” hieß es.

Dennoch spielen sich etliche Szenarien vor meinem inneren Auge ab. Szenen aus der Netflix-Serie “Narcos” kommen mir in den Sinn, doch ich schiebe diese Gedanken schnell wieder beiseite. Die Stimmen, die vor meiner Reise bemerkt hatten, dass Kolumbien doch viel zu gefährlich sei, um als Frau allein dort hinzureisen, spuken wie Geister in meinem Kopf herum, obwohl mein Bauchgefühl mir sagt, dass ich das Richtige tue und dass ich genügend recherchiert und mit ausreichend Menschen gesprochen habe, die schon hier gewesen sind, übermannen mich die zig tausend Gedanken an all die Dinge, die schief gehen können. Und ich weiß, dass ich all das sowieso erst beurteilen kann, wenn ich ein paar Tage hier gewesen bin, doch bis dahin werde ich einfach springen und mich fallen lassen müssen- etwas anderes bleibt mir nicht übrig..


Speziell beim Soloreisen in einem ganz neuen, unbekannten Land, kann die erste Erfahrung vor Ort angsteinflößend und verunsichernd sein. Die Kultur ist eine andere, man ist Sprachbarrieren ausgesetzt, man kennt sich nicht aus und kennt die Sitten und Regeln des Landes noch nicht. Jetzt, knapp eine Woche nach meiner Ankunft, weiß ich, dass mein Bauchgefühl Recht hatte und mir gefällt es hier mit jedem Tag mehr. Auch fühle ich mich Tag für Tag (selbst-)sicherer. In diesem Video, das ich vor einigen Tagen auf meinem Youtube-Channel geteilt habe, gehe ich auf all die Gefühle ein, die sich während der ersten Tage in Kolumbien aufgetan haben und ich spreche unter anderem darüber, dass es völlig OK ist, auch mal Angst zu haben und auch Schwäche zu zeigen. In diesen Momenten ist es wichtig, geduldig mit sich selbst zu sein, Schritt für Schritt seiner Angst entgegen zu gehen, bzw. mit ihr zu gehen– Hand in Hand, in Liebe und Verständnis.

 

Da ich derzeit zunehmend Videos produziere, lohnt es sich, mal auf meinem Youtube-Channel vorbeizuschauen und diesen zu abonnieren. Dort gibt es in regelmäßigen Abständen spannenden, offenen und ehrlichen Content- zum Thema Reisen, Selbstreflexion, Mukoviszidose und vielem mehr! ♥︎

Hast du schonmal beim Reisen mit Ängsten, Selbstzweifeln und Unsicherheit zu kämpfen gehabt? Wie bist du da vorgegangen?

 

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