06 Mrz, 2016

Backpacking Mexiko, Teil III: Tipps zum Reisen im Paradies

Mexico-teil3-tipps-backpacking-paradies
06 Mrz, 2016

To read this post in English, click here.

In Teil eins und zwei meiner Mexiko-Blogserie habe ich von den Erfahrungen erzählt, die ich in Mexiko gesammelt habe, wie ich das Land wahrgenommen und mich darin verliebt habe. Jetzt erzähle ich dir kurz davon, wo ich überall war und wie ich herumgekommen bin und dann geht’s ans Praktische: Was du bedenken solltest, wenn du nach Mexiko reist. Viel Spaß und buen viaje!

 

Meine Reise

 

Ich war etwa zwei einhalb Wochen in Mexiko unterwegs- eine viel zu kurze Zeit für die vielen Orte, die wir abgeklappert haben- aber leider war mir nicht mehr Zeit gegeben. Womit ich gereist bin? Nur mit Handgepäck, d.h. meinem 40L-Rucksack und einer kleinen Kameratasche. Mein Flieger ist in Cancun gelandet. Das war von Düsseldorf aus die beste und günstigste Route für mich (Ich habe nur 400€ hin und zurück gezahlt, gefunden über skyscanner.de). Dort habe ich 2 Nächte im Orquideas Hostel verbracht und habe die Isla Mujeres besucht. Weiter ging es dann mit Vivaaerobus nach Mexiko City, wo ich mich mit einem Freund getroffen habe, der in Mexiko City lebt und aufgewachsen ist und den ich auf meiner letzten großen Reisen kennengelernt habe. Er und 2 weitere Freunde (eine aus Mexiko, der andere aus Kanada) haben mich vom dann Flughafen abgeholt und direkt ging es los Richtung Oaxaca.

 

Wo wir überall waren?

Die Orte, die wir besucht haben, waren Oaxaca (und das naheliegende Monte Alban), Zipolite, Mazunte (was direkt neben Zipolite liegt), Puerto Escondido, Tecolutla, Tuxpan (wo einige, naja, spannende Dinge passiert sind, du kannst hier darüber lesen) und Mexico City.

Mein absoluter Favorit war ohne Frage Zipolite mit seinem Hippie-Vibe, dem fast menschenleeren Traumstrand und einer super entspannten Atmosphäre. Es ist ein winziger Ort, in dem nicht allzu viel passiert, aber wenn du, wie ich, eher gern in kleineren Orten am Meer bist, ist Zipolite perfekt. Mir gefielen auch Mazunte und Oaxaca sehr. Mexiko-Stadt ist für meinen Geschmack einfach viel zu groß, auch wenn ich es trotzdem genossen habe dort zu sein (Es gibt einfach SO viel zu tun und sehen).

 

Ich werde in einem späteren Post mehr über die verschiedenen Orte erzählen, aber jetzt erstmal zum Wesentlichen.. Was du wissen musst, wenn du nach Mexiko reisen willst!

 

Reisen in Mexiko

 

Sicherheit

Wahrscheinlich wird so ziemlich die erste Frage sein, die die Meisten sich stellen werden, wie sicher es ist in Mexiko zu reisen. Als ich den Entschluss gefasst hatte, alleine nach Mexiko zu fliegen, habe ich die absoluten Horrorgeschichten zu hören bekommen. Viele, denen ich von der Reise erzählte (die selbst allerdings nie selbst in Mexiko gewesen sind, by the way!) rieten mir davon ab. Eine Sache, die ich allerdings gelernt habe: Wenn du Rat brauchst, halte dich an diejenigen, die tatsächlich selbst schon (am Besten auch vor nicht allzu langer Zeit) in dem Reiseland waren. Halte dich vor Allem auch an diejenigen, die eine ähnliche Reiseart haben wie du (und sich während der Reise nicht nur innerhalb der Grenzen ihres Hotelkomplexes bewegt haben).

 

Ganz ehrlich: Klar war ich am Anfang etwas nervös, vor Allem aufgrunddessen, was mir andere Leute zum Teil erzählt hatten, aber abgesehen von einigen kleinen Überraschungsmomenten, ist uns absolut nichts zugestoßen. Sogar in den ersten Tagen, in denen ich allein in Cancun unterwegs war oder wenn ich sonst zwischendurch alleine war, habe ich mich nie bedroht oder beängstigt gefühlt, selbst wenn ich meine DSLR mit mir herumgetragen habe. Du musst einfach einen klaren Verstand behalten, dich nicht in offensichtlich brenzlige Situationen bringen, dann wirst du keine Probleme haben.

 

Gemäß dessen, was mir Locals erzählt haben, gibt es in den Staaten Michoacan und Guerrero noch einige Probleme, diese Gegenden würde ich also schon meiden. Auch die Staaten, die an Texas angrenzen sollen relativ gefährlich sein aufgrund von Gewalt durch Kartelle. Wenn du super vorsichtig sein möchtest, würde ich mich an den Süden Mexikos halten, da Yucatan und Quintana Roo die sichersten Gegenden sind. Allerdings wirst du natürlich auch dort auf mehr Tourismus treffen als in anderen Gegenden. Mexiko-Stadt ist ziemlich sicher, solange du nicht gerade durch die Vororte von M.C. schlenderst, die ziemlich heftig sein können.

 

Polizei

Das, was ich eher bedrohlich fand? La policia.

Es war echt komisch für mich, denn, klar, in Deutschland können Cops auch echte Idioten sein. Aber normalerweise halten sie sich zumindest ans Gesetz und helfen einem in den meisten Fällen. In Mexiko hatte ich das Gefühl, dass die Polizei aufgrund der weit verbreiteten Korruptheit viel zu viel Macht hat und sie einen demnach behandeln kann, wie sie gerade lustig ist. Ich bin mir sicher, dass es auch Cops gibt, die moralisch gesehen nicht so daneben sind. Einige, die wir gesehen haben, waren sogar ganz nett! Aber trotzdem würde ich auf jeden Fall empfehlen, gerade wenn du mit dem Auto durch Mexiko reisen solltest, ein gewisses Maß an Spanisch zu lernen, da du mit Sicherheit mit der Polizei in Kontakt kommen wirst.

Hier kannst du von einigen Erfahrungen lesen, die wir mit der Polizei hatten.

 

Gesundheit

Es gibt einige Dinge, die du gesundheitstechnisch beachten solltest, wenn du nach Mexiko reist. Vor Allem unsere europäischen Mägen sind nicht an die Bakterien gewöhnt, die zum Teil dort im Essen sind, deshalb solltest du was Essen und Trinken angeht, ein bisschen vorsichtig sein. Das musste ich auf der harten Tour erfahren, als ich mit EHEC aus Mexiko wiederkam. (Das war ziemlich unschön.) Ich habe aber auch wirklich alles gegessen als ich dort war. Von daher, pass einfach ein bisschen auf und versuche nicht an jedem Tacostand zu essen, dem du über den Weg läufst. Mehr zum Essen in Mexiko hier.

 

Was Impfungen anbelangt, frag am Besten mal deinen Arzt, was du brauchst. Oder noch besser: Frage in einem Tropeninstitut. Ich habe mir vor der Reise keine zusätzlichen Impfungen geben lassen, da ich soweit ganz gut abgedeckt bin, was das angeht. Wenn du magst, kannst du dir vorsichtshalber eine Malaria Prophylaxe verschreiben lassen und mitnehmen.

Für mich war eines der größten Probleme die Unmenge an Mücken, vor Allem direkt am Meer (Aus irgend einem Grund, werde ich so oder so immer komplett von den Viechern zerfressen). Vergiss also dein Moskitospray nicht (oder hole dir welches vor Ort) und nimm am Besten ein Moskitonetz mit (welches ich leider nicht mit dabei hatte). Falls du oft gestochen wirst: Halbiere eine Zwiebel und leg sie auf die Stiche. Du stinkst dann wie Sau, aber es hilft!

 

Eine lustige Erfahrung, die ich aus meiner Zeit in Mexiko mitgenommen habe: Arztpraxen und Apotheken, gerade in kleinen Orten, können ein wenig von dem abweichen, was man so aus Deutschland kennt. Da ich Mukoviszidose habe und viele verschiedene Tabletten, Inhalationen usw. benötige, kommt es mal vor, dass ich während einer Reise zum Arzt oder zur Apotheke muss. Ausgerechnet im kleinen Zipolite ging mir auf einmal mein Asthmaspray aus (Ich hatte unerwarteterweise viel davon gebraucht in der kurzen Zeit, da die vielen verschiedenen Klimata und Höhenlagen meiner Lunge echt zu schaffen gemacht haben). Wir hatten keine Ahnung, wo wir ein Rezept herkriegen sollten, also versuchten wir einfach unser Glück und gingen zur örtlichen “24/7 farmacia“, die im Prinzip nichts anderes war als ein kleines Häuschen am Ende eines Schotterwegs. Um zu diesem Häuschen zu gelangen, musste man eine kleine Brücke überqueren und den Arzt/Apotheker (oder was auch immer dieser Kerl sein sollte) von draußen heraus rufen, da dieser keine Klingel hatte. Den Herrn, der dann aus der Tür trat, hätte man als den absoluten Bilderbuchmexikaner bezeichnen können: Boots, Jeans, Cowboyhut, Polo Shirt und Schnäuzer. Er war allerdings sehr freundlich und brachte uns sofort, was ich brauchte, ohne mit der Wimper zu zucken, ohne Rezept, nur 20 Pesos verlangte er, was für mich absolut OK war. 😉

 

Sprache

Wie in vielen Orten auf der Welt, kommst du mit Englisch ziemlich weit- solange du in größeren und touristischeren Städten bleibst. Sobald du dich dem aber entfernst- kann es echt schwierig werden. Obwohl ich in Spanien einiges an Spanisch gelernt habe und mich dort auch ganz gut verständigen kann, hatte ich total Schwierigkeiten mit dem mexikanischen Spanisch. Ich habe gelernt, dass Mexikaner sehr viel Slang benutzen, was dazu führte, dass ich manchmal einfach null verstanden habe. Trotzdem empfehle ich dir, wie schon erwähnt, ein wenig Spanisch zu lernen. Es macht das Reisen so viel einfacher, wenn du nach dem Weg oder sonstigem Rat fragen kannst. Das sind kleine Dinge, die dich ziemlich weit bringen. Zumal es auch viel schöner ist, wenn du den Locals zeigen kannst, dass du dir wenigstens die Mühe machst, ihre Sprache zu sprechen. (Erinnere sie nur daran bitte langsam zu sprechen, wenn sie deine Fragen beantworten 😉 )

 

Das Herumkommen

Da ich hauptsächlich mit dem Auto unterwegs war, kann ich dir leider nicht allzu viel zu anderen Transportmöglichkeiten erzählen. Ich habe zwar einige Busse genommen, das war allerdings meist in Cancun und nicht Überland. Die regionalen Buslinien sollen allerdings echt gut sein, habe ich mir sagen lassen, vor Allem wenn man sich Fahrten in einer der “First Class”-Busse bucht. Das Reisen mit dem Bus habe ich mir jedenfalls für die nächste Reise nach Mexiko schon vorgenommen!

 

Willst du auch mit dem Auto herumreisen? Autofahren in Mexiko ist ziemlich aufregend. Dinge, die du so unterwegs antreffen kannst? Fahrradfahrende Pilger, Pick-Up Trucks mit lauter Mexikanern hinten im Wagen, interessante, kleine Dörfer und in jedem Fall: atemberaubende Landschaften wo immer du hinschaust. Je nachdem wo du fährst, können die Straßen allerdings echt beschissen sein. Lauter Schlaglöcher, null beleuchtete Straßen und in den Bergen können einige Kurven zieeeemlich eng sein. Ach, und sei auf der Hut vor diesen fürchterlichen Bodenwellen (heißen sie wirklich so?), die zur Verringerung der Geschwindigkeit dienen, die können echt mies sein (vor Allem wenn sie plötzlich auf einer Landstraße auftauchen, wo man 70 km/h fahren darf!).

 

So, das wären so die wichtigsten Punkte meinerseits. Falls du weitere Fragen hast, stelle sie mir doch im Kommentarfeld oder schreib mir eine Mail. Gern binde ich auch die Fragen, die dich brennend interessieren, in einen weiteren Blogpost über Mexiko mit ein.

Und falls du die Chance hast, nach Mexiko zu reisen, tu es bitte! Du wirst es nicht bereuen 😉

 

Hier kannst du den ersten und zweiten Teil meiner Mexiko-Reihe lesen:

Backpacking Mexiko, Teil I: Das Land der Tausend Farben

Backpacking Mexiko, Teil II: Das Land der Tausend Facetten

 

 

 

3 Comments:

Leave a comment:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.