24 Mai, 2016

„Leben im Moment” -eine Gastbeitragsreihe

24 Mai, 2016

 

Zeit.

Ein kostbares, kleines Wörtchen, mit dem wir gern und häufig um uns werfen.

Entweder haben wir sie oder haben sie nicht, wir vertreiben sie oder schlagen sie tot, wir sitzen sie ab.

 

Ein Spruch der sehr gern und häufig gebraucht wird: „Zeit ist Geld.

 

Gut, das mag vielleicht sein. Aus der Business-Perspektive ganz bestimmt. Klingt auch plausibel und logisch.

 

Aber ist dieser Gedanke in sonstiger Hinsicht nicht irgendwie erschreckend? Messen wir dem „Geld“ so viel Bedeutung bei, dass wir es wirklich mit unserer Zeit auf eine Ebene stellen? Wie können wir diese beiden Dinge vergleichen, geschweige denn die Instanz „Zeit“ mit „Geld“ gleichsetzen?

 

Zeit ist nicht Geld. Zeit ist einfach nur Zeit. Und diese ist wesentlich wertvoller als Geld. Und diese beiden Instanzen- Zeit und Geld- sind zwei grundverschiedene Dinge, die wir zu heutiger Zeit immer häufiger und fälschlicherweise auf ein Level miteinander stellen, als wären sie von gleicher Bedeutung.

 

Das eine ist das, was die Meisten von uns sich zum Lebensmittelpunkt gemacht haben. Zu dem, um das alles andere irgendwie rotiert, während das Andere im wahrsten Sinne des Wortes das Fundament unseres Lebens ist- etwas, ohne das wir tatsächlich nicht leben könnten: Zeit.

 

Denn was machen wir, wenn unsere Zeit alle ist? Dann war es das halt irgendwie einfach, oder? Denn Zeit ist so ziemlich die endlichste Ressource, die wir in unserem Leben haben.

 

Und wenn wir mal mit weniger Geld auskommen müssen oder im Extremfall: Das Geld alle ist? Was dann? Das ist doch so ziemlich die größte Angst, die uns in den Knochen sitzt, oder?

 

Na, dann haben wir schlussendlich immer noch unsere Gesundheit, unsere Familie, Freunde, uns Selbst, unser Leben- wir haben Zeit.

Und wenn du mich fragst: Im Gegensatz dazu, keine Zeit mehr zu haben oder unsere Zeit nicht auskosten zu können, erscheint mir der Verlust von Geld nur ein kleiner Rückschlag im Lauf der Lebens.

 

In diesen Zeiten des massiven Konsums ist es immer noch das absolute Ideal: Die dicke Karre, das schöne, große Haus, die schnieken Klamotten, Uhren, Schmuck.. Aber ganz ehrlich: Was hast du davon? Woran wirst du dich am Ende erinnern? Daran wie schön deine Diamantohrringe gefunkelt haben oder wie sehr deine Nachbarn dich um den neuen Ferrari beneidet haben?

 

Nein, es werden die Momente sein, in denen du gelebt hast. Die du in vollen Zügen genossen hast und du dich zu 100 % präsent und in deiner Haut wohl gefühlt hast. Die Momente, die deinen Bauch zum Kribbeln gebracht haben. Die Momente, in denen du dich selbst überwunden hast, Berge bestiegen oder Wände zum Einstürzen gebracht hast. Momente, in denen du mit ganzem Herzen geliebt hast oder Liebe von anderen verspürt hast, in denen du erkannt und klar gesehen hast. Momente, in denen dir ein Stein vom Herzen gefallen ist oder in denen du einfach nur du Selbst sein konntest und durch und durch zufrieden und glücklich warst.

 

Genau darum soll es in dieser Gastartikelreihe gehen: Um eure Momente.

 

Dafür habe ich einige Gastschreiber ausgesucht, die hier auf dem Blog über mehrere Wochen ihre Geschichten mit euch teilen werden. Sie werden über konkrete Momente schreiben, oder erzählen, was es für sie persönlich bedeutet „im Moment zu leben“.

 

Und ich möchte auch dich als Leser beteiligen: Teile mir einen deiner Momente mit, in denen du wirklich „im Hier und Jetzt” gelebt hast, schreibe ein paar Zeilen dazu und lasse sie mir per Mail zukommen. Diese kleinen Stories von euch möchte ich dann ganz gern in einem Post zusammenfassen. Meine Geschichte kommt natürlich auch noch.. 😉

 

Du kannst mir gern deine Story an Denise@travelousmind.com schicken. Ich würde mich echt tierisch freuen, an deinem Moment teilhaben zu dürfen (auch wenn du nicht möchtest, dass dieser veröffentlicht wird und nur ich ihn lesen darf.  😉 )

 

Weitere ähnliche Gedanken findest du in diesen vergangen Posts von mir:

 

Click here to read this blog post in English.

8 Comments:

  • Katharina Mai 24, 2016

    Das ist eine sehr tolle Idee!!! Ich versuhe auch mal, mir demnächst die Zeit zu nehmen und dir ein paar Zeilen zu schicken. Und ich gebe dir absolut recht…zumindest hier in einem Staat mit einem mehr oder weniger funktionierenden Sozialsystem kann uns wirklich nicht viel passieren, wenn das Geld ausgeht. Ebenso finde ich, dass es albern ist, nach großen Mengen an Geld zu streben. Wir brauchen so viel, dass die Grundbedürfnisse gedeckt sind und dann noch einen Betrag für Hobbys, die einem WIRKLICH wichtig sind. Der Rest sind “Kinkerlitzchen”, über die wir uns einreden, sie haben zu müssen…ganz lieben Gruß und bis in Kürze

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    • Denise Mai 26, 2016

      Genau so sieht es aus 🙂 Super, da würde ich mich natürlich sehr freuen! 😉

      Reply

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