13 Jul, 2016

“Leben im Moment” -ein Gastbeitrag von Katharina

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13 Jul, 2016

This blog post is also available in English.

Willkommen zu einem weiteren Teil meiner Blogserie über das “Leben im Moment”. Falls du die Einleitung der Serie noch nicht gelesen hast oder die ersten beiden Teile unserer Gastschreiber Svet und Jason verpasst haben solltest, kannst du diese hier lesen.

Für diesen dritten Teil der Blogserie habe ich die wunderbare Katharina, ebenfalls Bloggerin aus Düsseldorf, befragt. Auf ihrem Lifestyle- und Reiseblog „So nah und so fern” schreibt sie über ihre Reisen in ferne, aber auch nahe Orte, gibt Tipps zum Thema gesunde Ernährung, das Leben und Reisen als Single und nimmt ihre Leser auch gern auf etwas tiefgründigere Reisen mit. Nachdem wir uns vor einigen Monaten via Facebook kennenlernten, haben wir uns auch schon mehrfach in der „realen“ Welt getroffen und ich bin echt froh drum, eine gleichgesinnte Reisebegeisterte wie Katharina kennengelernt zu haben.

 

Leben im Moment: Über Katharina

Nachdem sie zunächst für einige andere Blogs geschrieben hat, launchte sie ihr „Baby“ im November 2015, welches sie seitdem mit großer Leidenschaft betreibt. Eine Leidenschaft, die man, meiner Meinung nach, auch beim Lesen ihrer Artikel unschwer erkennt. Was sie beruflich so macht? Katharina ist als Freelancerin tätig. Als Sprachlehrerin und Texterin. Ihr Job ermöglicht es ihr, an den verschiedensten Orten der Welt zu arbeiten, eine Chance, die sie auch gut und gerne nutzt. In Antwort auf die Frage, was ihr im Leben wichtig ist und womit sie ihre Zeit am Liebsten verbringt, antwortet sie:

“Für mein Leben ist mir super wichtig, dass ich mich immer auf einem guten, gesunden Grat zwischen Ausgeglichenheit/Ruhe und Spannung/Abwechslung befinde. Ich muss mein eigenes Ding machen können, weswegen ich mich ja auch für die Freiberuflichkeit entschieden habe. Ich liebe Bücher, gutes Essen (dass möglichst nicht ich selbst kochen muss 😉 ), schöne Dinge, Mode und bin süchtig nach Kaffee..”

 

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Eine von Katharinas Lieblingsbeschäftigungen..

 

Katharinas Reaktion auf die Frage, welches derzeit ihr Lieblingsreiseland ist und welche Kulturen sie am Meisten faszinieren:

“Es ist immer schwer zu sagen, wo es mir am besten gefällt. Aktuell würde ich Lissabon als Lieblingsort bezeichnen, weil es dort so wunderschön und gleichzeitig gemütlich ist.

Kulturell fasziniert hat mich am Meisten Malaysia, weil ich dort 3 Monate unterrichtet habe und einfach einen viel tieferen Einblick in Land und Leute bekommen habe, als bei einer normalen Reise. Und es war mehr als spannend, Einblicke in eine Kultur zu erhalten, die irgendwie so komplett anders ist als unsere und dann in manchen Aspekten plötzlich doch wieder so ähnlich.”

 

Im Folgenden verleiht sie tiefe Einblicke in ihr Leben und beschreibt, was es für sie bedeutet, im Moment zu leben. Viel Spaß dabei! 😉

 

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Katharina bei mir während eines Fotoshootings für ihren Blog “So nah und so fern”.

 

Leben im Moment: Was das für Katharina bedeutet

 

“Als deutsche Frau müsste ich laut Statistik irgendein Lebensalter zwischen 70 und 80 erreichen. Ich bin also noch nicht mal bei der Hälfte angekommen und habe somit noch massig Zeit, sollte man meinen. Warum also alles Tolle jetzt schon machen, wenn doch das „Später“ noch vor mir liegt? Reisen kann man doch noch im Rentenalter, bis dahin muss man erstmal ordentlich busy sein, so richtig ranklotzen, damit man die schönen Dinge des Lebens auch verdient hat. Diese oder eine ähnliche Einstellung vertreten viele Menschen in unserer Gesellschaft. Sie wird uns geradezu eingeimpft. Doch für mich macht sie halt einfach keinen Sinn.

Ich wollte schon immer aus dem Vollen schöpfen, das machen, wonach mir der Sinn steht, meinen Träumen hinterherjagen. Nicht erst auf das Morgen warten, welches in unerreichbar scheinender Ferne liegt oder vielleicht auch niemals kommt. Wer weiß das schon. Für mich ist dieses „im Moment leben“ weniger ein spiritueller Gedanke. Es geht dabei für mich nicht um das Stillhalten oder Meditation, obwohl natürlich auch ich es schön finde auf das Meer zu blicken, die Augen zu schließen und zu spüren, wie die salzige Luft durch meine Lungen strömt.

Trotzdem meine ich hier mehr das Machen. Ich würde sagen, dass ich eine absolute Macherin bin, und je älter ich werde und je mehr ich weiß, was ich will, desto mehr tue ich einfach, was ich will und für richtig halte. Und das immer öfter einfach am liebsten einfach JETZT. Klar, bei allem geht das nicht. Manche Dinge brauchen einfach Vorlauf.

Aber ganz besonders auf meine persönliche Art zu arbeiten bezogen und auf meinen überschäumenden Reisedrang, das lebe ich jetzt einfach aus. Statt lange hin und her zu überlegen, die Fürs und Wider abzuwägen, zu zweifeln, einen Schritt vor und den nächsten direkt wieder zurück zu gehen, laufe ich jetzt einfach mit großen Schritten vorwärts.

 

Denn auch wenn dieser Spruch alt und ausgelutscht ist: Wir haben nur dieses eine Leben. Spätestens vor eineinhalb Jahren, als meine über alles geliebte Mutter in kürzester Zeit an einer plötzlichen Krebserkrankung verstorben ist, da wurde mir noch einmal so richtig von innen heraus klar, dass dieser Spruch zwar alt, aber auch verdammt wahr ist. Nicht jeder Tag ist Sonnenschein, kein Leben wird jemals perfekt sein, so sehr wir uns auch bemühen, doch wir können unser Bestes geben. Also, horcht in euch hinein, findet heraus, was euch wirklich bewegt und antreibt und geht euren Träume nach.

 

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“Horcht in euch hinein, findet heraus, was euch wirklich bewegt und antreibt und geht euren Träume nach.”

 

Für mich war seit meiner Jugend klar, dass mein Lebensziel darin liegt, möglichst viel herumzukommen, neue Kulturen kennenzulernen, Sprachen zu hören, die Welt zu ergründen. Nicht jeder kann diesen starken Drang verstehen, viele tun ihn als Spinnerei ab und somit habe ich mich immer wieder ausbremsen lassen.

Doch mittlerweile habe ich mir mein Leben und meine Arbeit so eingerichtet, dass das möglich ist, wovon ich immer geträumt habe. Ich arbeite freiberuflich als Dozentin für Deutsch als Fremdsprache und als Reisebloggerin und kann ziemlich flexibel planen, wann ich wo arbeiten möchte. Mein „Jetzt“ kann ich nun weitestgehend frei bestimmen. Das ist toll, manchmal noch geradezu unglaublich für mich und ich möchte es nie wieder anders haben.”
Ein ganz großes Dankeschön an dieser Stelle an Katharina für diesen wunderbar offenen und wunderschönen Text, der hoffentlich nicht nur mich inspiriert, sondern auch den ein oder anderen von euch da draußen! 😉

 

Schaut mal auf Katharinas Blog www.sonahundsofern.com vorbei, gebt ihr ein Like auf Facebook oder folgt ihr auf Instagram. Es lohnt sich!!

 

Sei Teil dieser Blogserie!

Erzähl‘ mir, was es für dich bedeutet, im Moment zu leben! Teile mir einen deiner Momente mit, in denen du wirklich „im Hier und Jetzt“ gelebt hast, schreibe ein paar Zeilen dazu und lasse sie mir per Mail (an Denise@travelousmind.com) zukommen. Diese kleinen Stories von euch möchte ich dann ganz gern in einem Post zusammenfassen. (Selbst wenn du nicht mit veröffentlicht werde möchtest, freue ich mich natürlich trotzdem riesig, wenn du mich an deinem „Moment“ teilhaben lässt. 😉 )

 

 

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