26 Mrz, 2018

Mindset: Wie wir durch unsere Gedanken unsere Realität erschaffen

26 Mrz, 2018

„In diesem Jahr möchte ich einen langjährigen Traum erfüllen und mir einen Van zulegen, diesen ausbauen und dann verreisen, um im Van zu leben und zu arbeiten.“ Mein Gegenüber schaut mich entweder mit einem fragenden Blick an oder lächelt nur müde und sagt so etwas wie „Jaja, du und deine ewigen Träumereien“. Scheinbar muss ich ja auf ganz schön viel Geld sitzen, wenn ich mir so einen Traum erfüllen kann.

Menschen, die mich kennen jedoch, wissen, wie ernst ich es dann meine, dass ich eben nicht reich (geboren) bin und ich alles tue, um diese Träume auch wahr werden zu lassen. Oft verstehen manche dennoch trotzdem nicht so recht, wie ich es schaffe, dass ein Traum in einem Moment lediglich eine Idee in meinem Kopf ist und wenige Monate später diese Sache in meinem Leben manifestiert ist. „Dir fliegt aber auch alles zu“ oder „Kann ja sein, dass du das kannst, aber bei mir würde das nicht funktionieren“ bekomme ich dann oft zu hören.

Aber seien wir mal ganz ehrlich: Warum sollte es bei mir funktionieren und bei anderen nicht? Der Schlüssel zum Erschaffen seiner eigenen Realität und dem Verwirklichen seiner Träume liegt ganz allein in einer Sache: Nämlich unserem Mindset.

 

Mindset: Wie wir durch unsere Gedanken unsere Realität erschaffen

Ich möchte dir hier einmal zur Veranschaulichung ein Beispiel nennen, das ich erst kürzlich gehört habe und das, wie ich finde, perfekt beschreibt, was ich meine:

Nehmen wir an, du möchtest gern eine Textdatei ausdrucken, die du zuvor an deinem Laptop erstellt hast. Nun liegt der Ausdruck vor dir und du bemerkst einen Rechtschreibfehler. Du nimmst dir einen Tipp-Ex, übermalst das fehlerhafte Wort und schreibst nun stattdessen das korrekte Wort hin. Daraufhin druckst du die Datei erneut aus, denn du möchtest mehrere Exemplare haben. Nun fällt dir auf, dass der selbe Fehler wieder auf dem Papier erscheint und wieder korrigierst du den fehlerhaften Text, diesmal auf allen ausgedruckten Exemplaren. Klingt total logisch, dass das nicht so funktioniert, doch genau auf diese Weise versuchen wir die Dinge in unserem Leben zu verändern, wenn wir es denn überhaupt versuchen.

Immer und immer wieder versuchen wir nämlich, an den falschen Stellschrauben zu drehen. Wenn wir lediglich unser Problem von außen betrachten und darauf hoffen, dass dieses sich durch eine Veränderung im Außen löst, anstatt uns die Originaldatei am PC anzuschauen und diese zu verändern, können sich unsere Ergebnisse niemals verändern.

 

Der Shift muss bei uns passieren

Anstatt also zum Beispiel an unserem eigenen Mindset zu schrauben und den Blick nach innen zu werfen, wechseln wir beispielsweise lieber den Partner und hoffen darauf, dass beim neuen Partner die alten Probleme nicht wieder auftauchen. Wir ändern immer wieder den Job, investieren in eine andere Aktie, versuchen immer wieder an der selben Ecke zu sparen und fragen uns, warum wir trotzdem am Ende kein bisschen reicher sind. Wenn wir aber stattdessen mal den wesentlich schwierigeren Weg gehen und anfangen, den Fehler bei uns selbst und in unserem Mindset zu suchen, können wir eine unfassbar große Menge an Potential aufdecken und unser Problem viel effizienter angehen.

Durch bestimmte Glaubenssätze, die uns vor allem in der Kindheit eingepflanzt werden (ob beabsichtigt oder nicht), gibt es bestimmte Dinge, die wir im tiefsten Inneren glauben. Meist sind uns diese Glaubenssätze gar nicht bewusst, bis wir uns mal mit ihnen auseinandersetzen, denn sie werden vor allem in unserem Unterbewusstsein eingespeichert. Glaubenssätze können beispielsweise von unseren Eltern oder der Gesellschaft übernommen werden oder uns von Lehrern oder sonstigen Vorgesetzten  eingetrichtert werden.

Vielleicht hast du folgende Sätze schon mal gehört: „Damit kannst du doch kein Geld verdienen..“, „Das ist total unrealistisch..“, „XY kannst du nicht..“. Durch Aussagen wie diese, vor allem in der Kindheit und Jugend, können sich nur negative und limitierende Glaubenssätze in uns festsetzen. Sonstige, typische Glaubenssätze, die wir im Laufe unseres Lebens verinnerlichen sind beispielsweise „Ich bin nicht gut/ schlau/ hübsch/ beliebt (…) genug.“, „Ich kann XY nicht.“, „Viel Geld zu verdienen verdirbt den Charakter.“ oder „Geld stinkt.“, „Ich muss stark sein/ darf keine Schwäche zeigen.“ und so weiter und so weiter.

Wenn du also schon verinnerlicht hast und tief im Inneren glaubst, dass das, was du dir wünschst sowieso nicht möglich ist, bzw. du es nicht umsetzen kannst, ist es ja absolut klar, dass du dieses Ziel nicht erreichen oder dir diesen Traum nicht erfüllen wirst. Um etwas überhaupt erst erreichen zu können, musst du auf einer sehr tiefen Ebene daran glauben! Denn dass du das, was du dir vornimmst, erreichen kannst, ist absolut klar. Dazu brauchst du dir nur Menschen wie Thomas Edison, der die Glühbirne erfunden hat, anschauen oder Steve Jobs, Oprah Winfrey, Henry Ford, Walt Disney und und und… Die Liste an Menschen, die Dinge erreicht haben, von denen man dachte, dass sie unmöglich seien, ist lang und zeigt, dass im Endeffekt alles umsetzbar ist: Wenn du nur fest daran glaubst.

 

Was du also tun kannst, um große Träume zu erreichen?

Es gibt verschiedene Techniken, die man nutzen kann, um große Ziele im Leben zu erreichen. Vor allem das Visualisieren ist ein wichtiger Bestandteil dessen. Es ist wichtig, dass du dir bildlich vorstellen kannst, wie du dein Ziel schon erreicht hast– und selbst wenn du das noch nicht kannst, versuchst du es dir so lange bildlich vorzustellen, bis dieses Bild deiner Zukunft zu deiner inneren Wahrheit geworden ist. Wichtig ist auch, dass du dir erstmal über deine negativen Glaubenssätze bewusst wirst, dich fragst, wie dieser verankerte Glaube dich und dein Leben negativ (oder auch bisher positiv) beeinflusst (hat) und neue, bestärkende Glaubenssätze für dich formulieren. Autosuggestion ist ein wichtiges Tool, das dir selbst und vor allem deinem Unterbewusstsein durch ständiges Wiederholen neuer und positiver Glaubenssätze, sogenannter Affirmationen, „weismacht“, dass du zu 100% von etwas überzeugt bist. Wenn wir etwas oft genug laut wiederholen, beginnen wir wirklich daran zu glauben.

Genau so, wie wir uns ständig selbst negativen Quatsch einreden wie „Ich kann nichts“, „Ich bin fett“, usw., ist es auch möglich, sich selbst mit Worten zu bestärken und glaube mir, du profitierst davon viel mehr, als wenn du dich ständig fertig machst! Hier sollte man sich mal wirklich vor Augen führen, wie herablassend und lieblos wir manchmal mit uns selbst umgehen- so würden wir doch niemals mit unseren Freunden oder z.B. unserem Partner umgehen, warum also mit uns selbst?

 

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Ein Beispiel für positive Affirmationen, die ich mir in Bezug auf meine Finanzen aufgeschrieben habe. Diese liest man bestenfalls mehrmals täglich laut vor. Hintergrundfoto: Mitch Cox

 

„And, when you want something, all the universe conspires in helping you to achieve it.“

– Paulo Coelho

Es mag verrückt klingen, aber es ist tatsächlich so: Wenn wir etwas wirklich aus tiefstem Herzen wollen und alles daran setzen, unseren Traum Wirklichkeit werden zu lassen, passieren plötzlich die verrücktesten Dinge. Wenn wir unseren Wunsch und unsere Intention klar verfassen und in das Universum (oder an was auch immer du glaubst oder auch nicht glaubst) hinausgeben, wird etwas in Bewegung gesetzt und das sagen sogar die erfolgreichsten Menschen selbst. Als ich beispielsweise meinen Traum und meine Absicht, digitale Nomadin zu werden, erstmals klar formuliert habe, kam nur kurze Zeit später Chance nach Chance in mein Leben. In diesen Fällen liegt es aber natürlich dann an uns, diese Chancen auch zu erkennen und zu nutzen!

Auch als ich vor etwa einem Monat an einem ziemlich Tiefpunkt war, sowohl emotional als auch finanziell, beschloss ich, mein Leben wieder selbst mehr aktiv in die Hand zu nehmen, mich unabhängiger zu machen und finanziell freier zu werden, denn ich fühlte mich einfach nicht so, als hätte ich mein Leben derzeit selbst in der Hand. Ich fasste meine Absichten in Worte und schrieb diese nieder und begann, mich jeden Tag nicht nur mit dem Thema Finanzen und meinem Mindset in Bezug auf Geld auseinanderzusetzen (was ich bisher so gut wie noch nie getan hatte), sondern vor allem auch damit, wo ich im Leben hin wollte, an was für Projekten und für welche Art von Auftraggebern ich genau arbeiten wollte, wo mein Geld herkommen sollte und so weiter. Ich machte nach außen hin deutlich, was ich jobmäßig suchte und begann, jeden Tag positive Affirmationen, die ich für mich formuliert hatte, laut auszusprechen.

Nur wenige Wochen später wurde alles in mir nach und nach klarer, ich startete ein neues Herzensprojekt (über das ihr übrigens bald mehr erfahrt ) und auch mein Einkommen stieg plötzlich wieder an. Zu guter Letzt, erhielt ich dann vor einigen Tagen auch noch über Ecken ein Angebot für einen Freelancejob, genau wie ich ihn mir gewünscht und vorgestellt hatte. Und genau so habe ich es erlebt bei meinem Traum, ein eigenes Buch zu schreiben, dem Traum meiner ersten großen Reise vor einigen Jahren und genau so entwickelt sich auch derzeit meine Reise hin zum ersten eigenen Van.

Natürlich kann ich nur berichten, wie es bei mir ist und was für mich gut funktioniert. Allerdings haben diese Methoden bisher nicht nur bei mir funktioniert, sondern bei etlichen anderen auch. Unten habe ich dir einige Ressourcen aufgeführt, wo du mehr über das Thema Mindset, vor allem in Bezug auf das Erfüllen der eigenen Träume und Nachgehen großer Ziele, erfahren kannst. Diese Bücher und Menschen haben mir unglaublich geholfen und auch wenn du große Träume hast, erfolgreicher sein und vor allem der Welt das geben und zeigen möchtest, was du zu bieten hast, werden sie auch dir helfen!

 

Inspirationsquellen

– „Think and Grow Rich“ von Napoleon Hill**: Der Klassiker. Auch wenn der Titel, wie ich finde, etwas irreführend ist, da es nicht nur darum geht, wie man reich bzw. wohlhabend wird, ist „Think and grow rich“ ein absoluter Must-Read im Bereich Persönlichkeitsentwicklung.
– „Secrets of the Millionaire Mind“ von T. Harv Eker**: Hier geht es tatsächlich in erster Linie um das sogenannte Money-Mindset und wie wir durch unsere Einstellung Geld regelrecht von uns fern halten oder anziehen aufgrund bestimmter Glaubenssätze und Verhaltensweisen. Absolute Empfehlung!
– Von der Coachin Laura Seiler kann ich eigentlich alles empfehlen zum Thema Mindset, sowohl ihren Podcast, „Happy, Holy and Confident“, als auch ihren Online-Kurs, die „Rise Up and Shine University“.
– Auch bei Tony Robbins kann man so einiges abschauen bezüglich Mindset. Ist allerdings sehr typabhängig, ob man ihn und seine Art gut findet oder nicht. Hier am besten einfach mal auf Youtube nach Videos bzw. Audios von ihm schauen.

 

Was meinst du zu dem Thema? Wie schaffst du deine Realität durch deine Gedanken? Hast du schon mal etwas in deinem Leben manifestiert oder etwas erschaffen, das vorher nur ein Gedanke war?

 

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Titelbild: Ronny Barthel, http://fotograf-zur-hochzeit.ch/

 

 

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2 Comments:

  • Laura April 06, 2018

    Ich spiele oft den “Remembering Process”. Dabei “erinnere” ich mich an den Abschluss eines großen Projektes oder das Erreichen eines großen Zieles, das eigentlich noch in der Zukunft liegt. Zum Beispiel: Ich sitze mit meiner Familie und meinen Geschwistern in Japan. Es ist Weihnachten 2018. Ich erinnere mich noch genau, wie ich den Entschluss zu dieser Reise fasste, obwohl ich sehr knapp bei Kasse war. Ich weiß noch, wie ich den Sparplan mit meinen Geschwistern aufstellte und wir uns gegenseitig halfen. Wir richteten sogar ein separates Reisekonto ein. Es fühlte sich sehr aufregend und fast waghalsig an. Aber auch richtig gut. …” Usw.

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    • Denise April 16, 2018

      Hey Laura,
      das ist ein super Tipp, danke dir! 🙂 Das erinnert mich ein wenig an das “Schaukelstuhlprinzip”, wenn man sich vorstellt, man sei ganz alt und schaut auf sein Leben zurück, z.B. wenn eine große Entscheidung bevorsteht o.ä. Das hilft mir auch total 🙂 Liebe Grüße!

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