15 Jun, 2017

Project Body & Mind, Teil 3: Mit Motivation am Ball bleiben

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15 Jun, 2017

In meinem letzten Blogpost zum Thema ging es darum, wie man überhaupt erst ins Machen kommt, wenn man neue Gewohnheiten in sein Leben implementieren und seinen Lifestyle verändern möchte. Etwa zweieinhalb Wochen nach dem Start meiner 30-Tage-Challenge, mit der ich nicht nur meine Ernährung umstellen, sondern auch jeden Tag Sport treiben, 3 Liter Wasser pro Tag trinken und noch einige andere Gewohnheiten in mein Leben einbauen möchte, geht es in dem heutigen Blogpost um das Thema Motivation und wie man bei einer solchen Herausforderung am besten am Ball bleiben kann. Hier erfährst du mehr über die Details meiner 30-Tage-Challenge und hier gelangst du zu meinem letzten Blogpost zum Thema „Ins Machen kommen“, die ich dir beide empfehlen würde zuerst zu lesen.

Bevor wir loslegen allerdings, erstmal ein kleines Update, denn, Alter Schwede, ich kann dir nur sagen: Die Challenge ist mit Abstand das beste, was ich jemals für meinen Körper getan habe. Ich merke nicht nur, dass meine Ausdauer sicher verbessert und ich beim Sport immer besser Luft kriege (aufgrund meiner Lungenerkrankung, Mukoviszidose, ist dies natürlich eine wunderbare Sache), nein, auch allgemein fühle ich mich viel besser. Die Müdigkeit, die ich in den letzten Jahren fast ständig verspürt habe, sowie meine häufigen Bauchschmerzen haben sich wie in Luft aufgelöst und ich habe weitaus seltener das starke Verlangen nach süßen Speisen, wie es zuvor lange der Fall gewesen ist. Am Ende dieser Challenge werde ich allerdings nochmal gründlicher in einem Blogpost darauf eingehen, wie ich die Challenge empfunden habe und ein umfassendes Resümee ziehen. Fest steht jetzt schon für mich, dass ich diese Lebensweise weiterhin fortführen möchte, vielleicht nicht mit ganz so strengen Vorgaben, doch jetzt, wo ich sehe, wie gut mir diese Umstellung tut, möchte ich natürlich auch dabei bleiben. Und nun kommen wir zu dem eigentlichen Thema: Wie du motiviert bleiben kannst, wenn du selbst eine solche Lebens- oder Ernährungsumstellung vornehmen möchtest! Here we go!

 

Project Body & Mind, Teil 3: Mit Motivation am Ball bleiben

Hole dir Motivation von außen

Nachdem es bei meinem letzten Blogpost hauptsächlich um die intrinsische Motivation ging, also der Motivation von innen heraus (indem du nämlich als Grundvoraussetzung erstmal rausfindest, was dein „Warum“ ist), geht es hier mehr darum, wie und wo du dir Motivation von außen holen kannst. Denn ja, es hilft ungemein, Motivation in uns zu erzeugen, indem wir uns äußeren Motivationsquellen bedienen. Hier hilft es vor allem, sich einen Motivation Buddy zu suchen, jemanden, der einen bei seinem Vorhaben unterstützt und für einen da ist, wenn einen die Motivation mal verlässt. Bestenfalls macht dein Buddy zeitgleich seine eigene Challenge oder zieht bei deiner mit, denn so könnt ihr euch gegenseitig unterstützen. Wie schon im letzten Blogpost erwähnt, hole ich mir persönlich außerdem sehr viel Inspiration, indem ich mir verschiedene Podcasts zum Thema Ernährung, Sport und sonstigen Themen anhöre (manche meiner Lieblingspodcasts habe ich in diesem Artikel genannt) oder mir TED-Talks anschaue. Auch, dass ich mich täglich vor den Spiegel stelle, laut Musik anmache und mich selbst einfach abfeiere (was ebenfalls eines meiner Habits ist), motiviert mich immer extrem. Was auch immer dir Motivation verschafft, finde diese Sache und nutze sie täglich!

 

Erinnere dich immer wieder an dein Warum

Nachdem ich zu Beginn meiner Challenge mein „Warum“ definiert hatte, setzte ich mich direkt daran, mir positive Affirmationen zu notieren, die mich in meinem Vorhaben stärken sollten. Positive Affirmationen können zum Beispiel sein: „Ich möchte nicht länger nur mittelmäßig sein, sondern das beste aus mir und meinen körperlichen Fähigkeiten herausholen!“, „Ich bin es mir wert, nackt gut auszusehen und mich wieder so richtig sexy zu fühlen“, „Ich werde nicht das, was ich langfristig haben möchte, für etwas aufgeben, das ich genau jetzt haben möchte.“ oder auch: „Um meine großen Ziele/ meine große Vision im Leben zu erreichen, muss ich jetzt meine Gewohnheiten im Kleinen zu verändern. Wenn ich dies nicht tue, wird das Nicht-Erreichen meiner Ziele mir unheimlichen Schmerz zubereiten.“

Aus meinen Affirmationen habe ich dann eine Grafik erstellt (die du ganz simpel, zum Beispiel, bei Canva erstellen und hübsch gestalten kannst), die nun meinen Desktop-Hintergrund füllt. Die drittgenannte Affirmation habe ich zudem als Hintergrund auf meinem Smartphone. Schreibe dir deine Affirmationen auf, klebe sie an deine Wände, pinn’ sie an deinen Kühlschrank und umgib dich einfach täglich mit ihnen. Lies sie außerdem im besten Fall jeden Tag einmal laut vor!

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Zitate und positive Affirmationen können dir helfen, motiviert am Ball zu bleiben.

Tracke deine Gewohnheiten

Mit einem sogenannten Habit Tracker kannst du dir jedes deiner Ziele als Zielgewohnheit einstellen, genauer beschreiben und dann jeden Tag neu eintragen, ob du diese Gewohnheit an jenem Tag umgesetzt hast. Ich empfehle dir hier eine App, die sich „HabitBull“ nennt (die du unten auf dem Foto sehen kannst). Auch die App „HabitHub“ gefiel mehr sehr gut, leider kann man hier allerdings selbst bei der bezahlten Version nur bis zu 21 Tage lang tracken, was mir für meine Challenge nicht ausgereicht hat. Diese App pusht allerdings jeden Morgen ein motivierendes Zitat an dein Smartphone, was mir persönlich sehr gut gefällt. Wenn du eher der analoge Typ bist, kannst du natürlich auch eine Liste erstellen mit deinen Zielgewohnheiten und diese jeden Tag per Hand abhaken. Ich kann dir nur sagen, dass ein Habit Tracker zumindest mir unheimlich hilft, weil man einen sehr guten Überblick über seine Ziele behält und dann stell’ dir nur mal vor, was für ein tolles Gefühl es ist, wenn du am Ende eines Tages deine Ziele nach und nach abhaken kannst- ein echtes Erfolgserlebnis, sag’ ich dir!

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Mit einer Habit Tracker-App kannst du deine Ziel-Gewohnheiten täglich abhaken.

Mache dir einen Plan

Auch wenn ich selbst nur in der ersten Woche einen genauen Essens- und Sportplan hatte, hat mir dieser sehr geholfen, am Anfang fokussiert zu bleiben, da ich nicht viel darüber nachdenken musste, was ich nun wann essen oder wann ich Sport machen würde und was ich einkaufen musste. Falls dir so etwas allerdings auch auf Dauer hilft, nur zu! Was ich immer noch mache jedoch, ist, vor einem Einkauf in meine Rezepteliste zu schauen, die ich mir zu Beginn der Challenge zusammengestellt habe und mir eine Einkaufsliste zu schreiben. So habe ich jederzeit die Dinge im Haus, die ich brauche für dieses oder jenes Rezept und kann meine Gerichte fröhlich in meiner Küche zubereiten, ohne mich lange zu fragen, was ich nun kochen soll.

 

Hab‘ Spaß an der Sache!

Bei all der Disziplin ist es wichtig, nicht zu vergessen, dass das ganze auch Spaß machen soll! Mache dir eine Freude daraus, neue Rezepte auszuprobieren und neue Gerichte zu entdecken! Auch wenn man zeitweise auf viele Dinge verzichtet, lernt man schnell, dass es so viel mehr Möglichkeiten gibt, als man es sich zuvor hätte erträumen können. Auch der Besuch im Bioladen, dem Wochen- oder Supermarkt kann ein wahres Erlebnis sein, wenn du deine Augen öffnest für all die gesunden und leckeren Dinge. Abteile im Supermarkt, an denen du vielleicht früher schnurstracks vorbeigelaufen wärst, haben so viel mehr zu bieten, als du vielleicht denken magst. Habe außerdem Spaß daran, deinen Körper zu feiern, tu deinem Körper gutes, mache mal einen Wellness-Abend und lasse es dir richtig gut gehen! Und was mir, offen gestanden, auch hilft, am Ball zu bleiben? Mir ab und zu auch mal etwas neues zu gönnen (letzte Woche habe ich mir zum Beispiel diese Trinkflasche gekauft, um mich mehr zum Wassertrinken zu motivieren und diese ist mir seitdem hoch und heilig!). Ob es nun eine neue Laufhose ist, ein Badeanzug, neue Laufschuhe oder was auch immer- es wird dich motivieren, weiterzumachen, denn schließlich hast du ja dann das passende Equipment für deine neue Gewohnheit! 😉

 

Richte deinen Fokus auf Fülle

Glaube mir, es bringt nichts, wenn du dir ständig denkst: „Och… Jetzt darf ich das und das schon wieder nicht essen“ oder „Och nö, zum Sport muss ich mich ja jetzt aufraffen“ und so weiter. Anstatt dich auf diese negativen Aspekte zu fokussieren, richte deinen Fokus ganz bewusst immer wieder auf die guten Dinge! Siehe das, was du da tust, nicht als Strafe an, denn so wirst du deine Motivation ganz schnell wieder verlieren. Freue dich stattdessen über die guten Dinge, die du deinem Körper nun gibst und betrachte deine Willensstärke und deine Disziplin als das allergrößte Geschenk! Und vor allem, je länger du dranbleibst: Erfreue dich an deinen Ergebnissen und Fortschritten, egal wie klein sie anfangs erscheinen mögen. Diese zeigen, dass du vorankommst!

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Anstatt dich auf die negativen Aspekte zu fokussieren, freue dich über das Gute, das du dir deinem Körper gibst und hab‘ Spaß an der Sache!

Höre auf deinen Körper

Und als letzter Punkt kommt nun etwas, mit dem vielleicht nicht jeder einverstanden sein wird, doch aufgrund meiner Erfahrung (auch nach einigen gescheiterten Versuchen, meine Gewohnheiten zu ändern) super wichtig ist, um deine Motivation zu erhalten. Es wird mit ziemlicher Sicherheit ein Punkt kommen, an dem dein Körper nach Ruhe schreit, denn eine solch starke Veränderung kann den Körper natürlich auch ziemlich überfordern. Seit Anbeginn meiner Challenge hatte ich jeden Tag Sport gemacht und am Freitag letzter Woche habe ich dann noch einen draufgesetzt und mit einem Kumpel von mir, der Personal Trainer in einem Fitnessstudio ist, ein ziemlich anstrengendes Workout gemacht. Dies war eher ungeschickt, denn ich sollte am nächsten Tag eine Hochzeit filmen, was ich dann, mit einem mörderischen Muskelkater, am Folgetag auch tat. Nachdem ich an dem Samstagmorgen noch joggen gewesen war und dann insgesamt 14 Stunden bis zum späten Abend auf den Beinen gestanden und gefilmt hatte, fühlte ich mich am Sonntagmorgen so, als wäre ich von einem LKW überrollt worden. Mein Körper schrie förmlich nach Erholung und mit ruhigem Gewissen, ließ ich den Sport an diesem Tag aus, beachtete aber natürlich, dass ich all meine anderen Ziel-Gewohnheiten weiter durchzog. Unser Körper sendet uns nicht umsonst diese Signale, daher: Wenn dein Körper die Ruhe wirklich braucht, dann gib sie ihm, sonst wird deine Motivation definitiv ganz schnell flöten gehen, wenn du zu kaputt bist, um weiterzumachen.

 

Hast du noch weitere Tipps, um mit Motivation am Ball zu bleiben beim Implementieren von neuen Gewohnheiten? Rein damit in die Kommentare 😉

 

Hier findest du noch die passenden Posts zu diesem Thema:

 

2 Comments:

  • Marjorie Mc Donald Juni 27, 2017

    I finally had time to read this blog! My Deutsch lessons continue with you! This, once again, was fab! You are SO 100% right on! I’m proud of you and I love you!

    Reply

    • Denise Juni 27, 2017

      Thank you so much <3

      Reply

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