10 Aug, 2016

Reisen mit chronischer Erkrankung: Ein How-To

reisen-mit-chronischer-erkrankung-how-to-mediikamente-reisegepäck
10 Aug, 2016

Hey! Ich freue mich unheimlich, dass du hier bist! Heute geht es um ein sehr spezifisches Thema, nämlich das Reisen mit chronischer Erkrankung. Viele von euch wissen, dass ich nun schon seit einigen Jahren ziemlich viel um die Welt reise. Was aber nicht allzu viele wissen, ist, dass ich von Geburt an einer chronischen Erkrankung namens Mukoviszidose „leide“ (Ich leide null, deshalb finde ich diesen Ausdruck Quatsch)- was mich absolut nicht von meinen Reisen abhält (Mehr über diese Erkrankung erfährst du in diesem Artikel).
You can also read this blog post in English.

Und da es so einige von euch gibt, die chronisch erkrankt sind und auch ich auch so oft Nachrichten bekomme von Menschen, die die selbe oder ähnliche Erkrankungen haben wie ich und unheimlich gern mehr reisen würden, habe ich mich entschieden, mich nun auf meinem Blog ein wenig auf dieses Thema zu spezialisieren: Das Reisen mit chronischer Erkrankung.

 

Im letzten Artikel zum Thema, „Reisen mit chronischer Erkrankung: Das Warum“, habe ich euch erzählt, warum das Reisen für mich eine solche Bereicherung darstellt und weshalb man- trotz Erkrankung– die Chance ergreifen sollte, so viel wie möglich von dieser unfassbar schönen Welt zu sehen. Ich würde dir empfehlen, den Artikel also zuerst zu lesen, bevor du an dieses How-To ran gehst. Auch diesen Blogpost zum Thema Prioritäten setzen kann ich dir zur Einstimmung und Motivation nur ans Herz legen. Da dieser Post unheimlich lang geworden ist und mir immer mehr zum Thema eingefallen ist, habe ich ihn zweigeteilt: Dies hier ist also der erste Teil des How-Tos, der nächste kommt dann auch sehr bald, also halt die Ohren steif, falls sich das Thema interessiert! 🙂

Ich möchte hier in diesem Artikel auf konkrete Punkte eingehen, die du beachten solltest, wenn du mit Erkrankung verreist. Und damit meine ich keine Pauschalreisen oder Hotelurlaube, sondern individuelle Reisen -ganz auf eigene Faust und mit echten, greifbaren, tierschürfenden Reiseerlebnisse. Es ist ein sehr umfassender Artikel und gern gehe ich im Laufe der Zeit in weiteren Blogposts auf die einzelnen Themen genauer ein. An dieser Stelle möchte ich auch kurz noch einwerfen, dass ich keine Ärztin bin und rein aus meinen eigenen Erfahrungen des vieljährigen Reisens sprechen kann. Das hier sind Dinge, die ich mit der Zeit für als gut empfunden und so für mich mitgenommen habe- und das bedeutet natürlich nicht, dass das auch für dich gilt! In diesem Post beziehe ich mich hauptsächlich auf das Reisen mit meiner Erkrankung, Mukoviszidose, versuche es aber allgemein zu halten, damit du auch mit einer anderen Erkrankung etwas für dich mitnehmen kannst!

Also, dann mal los!

 

Reisen mit chronischer Erkrankung

Die Reiseplanung

Wohin?

Der erste Schritt bei der Reiseplanung wird wohl sein, zu entscheiden, wo es überhaupt hingehen soll. In die Berge? Ans Meer? In die Stadt? Was für ein Klima erwartet dich? Wie sind die Hygienestandards vor Ort? Je nach Erkrankung kann die Wahl natürlich bei jedem anders ausfallen. (Tipps zur Reiseplanung allgemein findest du übrigens hier.) Ich möchte noch kurz anmerken, dass ich all diese Dinge nicht von vornherein wusste, sondern mir nach und nach durch einfaches Ausprobieren (und auch mal auf die Schnauze fallen) angeeignet habe. Ich hoffe also, dass du meine Erfahrungen ein wenig für dich nutzen kannst 🙂

 

Was du bei der Wahl deines Reiseziels beachten solltest:
  • Klima/ Vegetationszone: Gerade bei meiner Erkrankung ist die Wahl des Reiseziels ausschlaggebend für meine Gesundheit vor Ort. Gerade das Meer tut meiner Lunge immer unheimlich gut, sowie generell an der frischen Luft und in der Natur zu sein. Große Metropolen versuche ich deshalb eher zu meiden, weil gerade bei viel Smog die Lunge unheimlich belastet wird. Außerdem versuche ich Städte oder Orte zu meiden, die sehr hoch liegen. Diese krasse Höhenlage, die einem gesunden Menschen ja schon ganz schön zu schaffen machen kann, ist für jemanden mit Lungenerkrankung umso heftiger. Auch Reisen durch viele verschiedene Höhenlagen und Vegetationszonen auf relativ kurze Zeit sind unglaublich anstrengend und können den Körper echt in Mitleidenschaft ziehen. Dies musste ich auf eigene Faust erleben, als ich innerhalb von nur 2-einhalb Wochen Zentralmexiko von Küste zu Küste hin und zurück bereist habe und von dort wieder nach Cancun zurück nach Deutschland fliegen musste. Also: Am Besten länger an einem Ort bleiben, damit der Körper sich gut akklimatisieren kann (Ich plädiere eh für das langsame Reisen, da du so viel tiefer reisen und dich mehr in eine Kultur hineinversetzen kannst, weil du weniger als Tourist unterwegs bist, als wenn du ständig von Ort zu Ort tingelst).
  • Hygiene/Entwicklung: Ich finde es immer super Orte zu bereisen, die fernab von abgetrampelten Pfaden liegen, in denen es wenig Tourismus gibt und man möglichst viel in Kontakt mit Einheimischen kommt. Allerdings muss man leider mit einer chronischen Erkrankung schon ein wenig schauen, dass man nicht im abgeschiedensten Örtchen am Rande der Zivilisation landet. Erstens sind, gerade mit einer Erkrankung wie Mukoviszidose, gewisse hygienische Standards vonnöten- Inhaliergeräte müssen steril gehalten und immer wieder gesäubert werden, Hände müssen möglichst sauber bleiben, denn so einige Bakterien können extrem gefährlich sein, sollten diese mal in die Lunge gelangen. Zweitens muss man beachten, dass je weiter man von einer zivilisierten Gesellschaft entfernt ist, desto schwieriger ist es, im Falle mal ein Krankenhaus und vor Allem eine Fachklinik, die sich mit der Erkrankung auskennt, zu finden. (Das heißt nicht, dass ich nicht auch mal eine Mehrtagestour durch die Pampa machen würde, aber auf längere Zeit gesehen, kann das etwas schwierig werden.) Was mich zum nächsten Thema bringt:
  • Fachkliniken/Krankenhäuser: Wenn ich eine Reise plane und mehrere Wochen oder Monate in einem Land oder einem Ort bleiben will, versuche ich auch immer die örtlichen Fachkliniken herauszusuchen (in meinem Fall Lungenfachkliniken), damit ich im Falle einer Verschlechterung meines Zustandes diese Klinik aufsuchen kann. Gerade bei einer Gesundheitsverschlechterung ist es eher schwierig, sich in einem normalen Krankenhaus behandeln zu lassen, da die Ärzte vor Ort meist nicht genügend Fachwissen über spezifische, chronische Erkrankungen haben. Für sonstige Not- oder Zwischenfälle tut es aber natürlich auch das normale Krankenhaus.
  • Sport/Bewegung: Es ist immer gut, sich im Voraus zu überlegen, was man vor Ort an Sportmöglichkeiten hat. Gerade mit CF (Cystic Fibrosis=Mukoviszidose) sind Bewegung und sportliche Aktivitäten superwichtig! Solltest du also am Skifahren, am Wandern oder Kanufahren interessiert sein, würde es dich wohl eher in die Berge ziehen. Dein Ding ist eher Yoga am Strand, (Wind-)surfen oder longboarden an der Promenade? Dann wird’s wohl eher eine Reise ans Meer. Natürlich lassen sich verschiedene Sportarten und Reiseziele auch kombinieren, damit du von Allem ein bisschen mitnehmen kannst.
  • Unterbringung: Auch hier muss man ein wenig mit der Hygiene aufpassen. Solltest du nur sehr wenig Budget zur Verfügung haben und möchtest in einem Hostel übernachten oder couchsurfen: An sich kein Problem, schaue dir nur vorher die Bewertungen gut an und sieh dir an, wie andere Reisende die Sauberkeit der Unterkunft bewertet haben. Wie oben schon erwähnt, muss man gerade wegen der Sauberkeit der Inhaletten ein wenig aufpassen. Und da habe ich schon das ein oder andere Negativbeispiel erlebt, was Hostels anbelangt. Gerade wenn du für längere Zeit an einem Ort sein willst, empfehle ich dir eine Wohnung über Airbnb zu suchen. Hier wirst du deine eigene Küche haben und bestimmst selbst, wie sauber das Ganze bleibt, da nicht noch 20 weitere Personen die Küche mitbenutzen. Außerdem hast du deinen eigenen Raum und kannst dich an einem neuen Ort mehr als Einheimischer und weniger als Tourist fühlen. (Hier kannst du dir einen super Rabatt sichern, solltest ihr mit Airbnb deine nächste Unterkunft buchen!)

Ein weiterer Hinweis: Von der Unterbringung in einem Hotel würde ich dir allgemein eher abraten. Es ist oft nicht nur unverhältnismäßig teuer und nimmt dir auch ein wenig die wirkliche Reiseerfahrung, sondern du hast außerdem auch keine Küche zur Verfügung. Natürlich kannst du im Hotel nachfragen, ob du die Küche nutzen kannst, um deine Inhaletten auszukochen, aber ich würde es persönlich eher als nervig empfinden. Ist aber natürlich nur meine Meinung und vielleicht schläfst du einfach am Liebsten in Hotels. Alles eine Typfrage 😉 (Hier erfährst du mehr über das Finden von Unterkünften.)

 

Reisen mit chronische Erkrankung: Reisegepäck

 

Eine der ganz großen Fragen beim Reisen mit Erkrankung: Wie mache ich das mit den ganzen Medikamenten, wenn ich verreisen möchte?
Eine knifflige Frage und hättest du mich auf meiner ersten Reise mit meinem riesigen Koffer gesehen, wüsstest du, dass ich zu Beginn echt gar keine Ahnung hatte, wie ich das bewerkstelligen soll. Inzwischen habe ich einiges dazugelernt und weiß, wie ich damit umgehe, denn heute reise ich nur noch mit Handgepäck. (Hier kannst du nachlesen, was ich sonst immer so in mein Handgepäck packe.)

Was darf ins Handgepäck?

Im Prinzip darfst du all deine Medikamente im Handgepäck bei dir tragen- insofern du eine ärztliche Bescheinigung hast! Auf dieser müssen alle Medikamente, die du mit dir rumträgst, aufgelistet sein, inkl. der Menge, für welchen Zeitraum, wie oft am Tag du das Medikament nimmst und Name des jeweiligen Medikaments. Diese Bescheinigung sollte natürlich mehrsprachig sein, damit es bei der Kontrolle im Ausland nicht zu Problemen kommt (was bei mir übrigens noch NIE vorgekommen ist!). Hier gibt es einen tollen Vordruck vom ADAC, den ich schon seit Jahren verwende. Diesen kannst du im Prinzip selbst ausfüllen, musst ihn nur von deinem Facharzt unterzeichnen und abstempeln lassen. Für den Fall habe ich auch die Telefonnummer meines Arztes, falls mir mal jemand blöd kommen sollte wegen der Bescheinigung oder der Medikamente.
Meine Inhaletten und mein Inhalationsgerät trage ich genauso im Handgepäck mit mir herum und abgesehen von dem ein oder anderen neugierigen Blick, habe ich noch nie Probleme bekommen.

Übrigens: Bisher bin ich, glaube ich, 2 Mal nach dem Attest gefragt worden, falls du dich also fragst, wie streng Airlines hinsichtlich der Medikamentenmitnahme sind. Also alles ganz easy 😉

 

reisen-mit-chronischer-erkrankung-rucksack-handegpäck-medikamente

Mein Lieblingsrucksack, der Osprey Farpoint 40, und ich.

Falls du nicht nur mit Handgepäck reist, macht es durchaus Sinn die Medikamente auf das Handgepäck und das aufzugebende Gepäck zu verteilen: Etwa eine Einwochenration im Handgepäck für den Fall, dass das aufgegebene Gepäckstück verloren gehen sollte. Somit hast du Zeit, entweder auf dein Gepäckstück zu warten, insofern es nur nicht direkt auffindbar ist, dir neue Medikamente nachsenden zu lassen oder im allerschlimmsten Fall einen Flug wieder nach Hause zu buchen (was natürlich nicht Sinn der Sache ist). Außerdem hast du dann deine Medikamente bei dir, falls du längere Zeiten am Flughafen verbringen musst oder sehr lange Reisen unternimmst.

Ein weiterer Vorteil also, wenn du nur mit Handgepäck reist: Die Airline kann dein Gepäck (inkl. deinen Medikamenten) nicht verlieren! Übrigens, auch wenn du nicht nur mit Handgepäck reist- das Attest brauchst du für die Medikamente im zusätzlichen Gepäckstück trotzdem.

 

Reisen mit chronischer Erkrankung: Medikamentenmitnahme

Originalverpackung- ja, nein?

Googelt man die Regelungen zur Mitnahme von Medikamenten im Reisegepäck, stößt man auf die Aussage, dass Medikamente immer in ihrer Originalverpackung und mit Beipackzettel mitgenommen werden müssen. Ganz zu Beginn meiner Reisen habe ich das auch noch genau so gemacht, bis mir klar wurde, dass diese Masse an Verpackungen absolut unnötig viel Platz wegnimmt! Würde ich z.B. für eine vierwöchige Reise all meine Medikamente in ihren Originalverpackungen lassen, sähe das in etwa so aus (zum Vergleich siehst du im Hintergrund meinen Rucksack):

reisen-mit-erkrankung-reisegepäck-medikamente

Und sorry, aber ich habe wenig Lust all das mit mir mit zu schleppen, bzw. ich nehme dann doch gern stattdessen noch ein paar Klamotten mit.

Was ich also seit einigen Jahren mache? Ich nehme alle Medikamente aus ihren Verpackungen, Tabletten löse ich aus ihren Filmen und packe alles sortiert in Ziplock-Tüten. Das geht natürlich nur, wenn du sehr regelmäßig diese Medikamente nimmst und genau weißt, welche genau wie aussehen. Nehme ich z.B. Ibuprofen oder sonstige zusätzlichen Mittel mit, bleiben diese immer im Film. Dies erweist sich außerdem als sehr praktisch, wenn ich die Medikamente in Ziplocktüten sortiere, da ich z.B. eine für meine zu inhalierenden Medikamente nutzen kann, die andere für Tablette, die ich zum Essen nehme usw.

Natürlich muss irgend eine Art von Kennzeichnung sichtbar sein, sonst könnten es ja irgendwelche beliebigen Pillchen sein. Daher schneide ich immer aus den Originalverpackungen die Etiketten raus und beklebe die Ziplocktüten von der Innenseite mit ihnen. Das sieht dann so aus:

reisen-mit-erkrankung-reisegepäck-medikamente

 

Sicherlich könnte man hier einwenden, dass dies als Nachweis nicht ausreicht, aber bisher hatte ich noch kein einziges Mal irgend ein Problem bei der Kontrolle- selbst in Mexiko! Und selbst wenn mal einer was anzumerken hat: Mit Bescheinigung des Arztes für die Medikamente und über meine Erkrankung können sie mir meine Medikamente schlecht einfach wegnehmen. Und im allerschlimmsten Falle: Medikamente nachsenden lassen.

Wie halte ich meine Medikamente kalt?

Medikamente, die kühl gelagert werden müssen, packe ich immer direkt in meiner Unterkunft angekommen in den Kühlschrank, klar. Zum Transport benutze ich ein Kühlpack mit kleiner Kühltasche. Am Besten ist es allerdings, mal im Beipackzettel des Medikaments nachzusehen oder den Hersteller anzurufen. Oftmals ist es nämlich so, dass diese Medikamente auch eine Weile ohne Kühlung auskommen. Eines meiner Inhalationsmedikamente zum Beispiel, kann ich 48 Stunden ungekühlt mit mir tragen- ausreichend also für die meisten Reisen von A nach B. Vor Ort nutze ich wie gesagt den Kühlschrank in meiner Unterkunft- dafür am Besten, gerade in Hostels, das Medikament in einer Ziplocktüte (Ja, ich liebe Ziplocktüten!) in den Kühlschrank packen, damit dieses ein wenig geschützt ist vor möglichen Bakterien usw.

Beim Campen, zum Beispiel, oder bei Road Trips wird das Ganze natürlich etwas tricky. Ist aber auch machbar! Hier am Besten eine elektrische Kühlbox, die man über den Zigarettenanzünder des Autos anstecken kann oder eine ganz normale Kühlbox mit Kühlakkus nutzen. Diese Kühlakkus kannst du in den allermeisten Fällen auf Campingplätzen über Nacht einfrieren lassen. Nimm dir also ein paar Kühlakkus mit, damit du diese immer wieder austauschen kannst.

Was, wenn ich mehrere Monate verreisen will?

Das Problem im Ausland ist, dass du deutsche Rezepte nicht nutzen kannst, um Medikamente zu besorgen. Zumal es auch gut sein kann, dass es gerade bei Medikamenten für chronisch Kranke zu Schwierigkeiten hinsichtlich der Erhältlichkeit kommt (es gibt halt nicht in jedem Land die selben Medikamente wie bei uns, was ja sonst in Ordnung ist, bei einer chronischen Erkrankung aber natürlich ein Problem darstellt).

Solltest du also mehrere Monate verreisen wollen, kann es sein, dass du wirklich eine große Menge an Medikamenten mitnehmen musst. Was du aber in diesem Falle machen kannst? Du kannst dir die Medikamente zuschicken lassen! Du kannst eine Ration deiner Medikamente vor deine Reise abpacken mit Allem, was du brauchst und dir diese „Medikamentenbox” entweder im Voraus an deine Unterkunft (insofern du im Voraus genau weißt, wo du sein wirst) selbst zusenden oder du lässt diese jemanden, dem du vertraust, im Laufe deiner Reise zuschicken. Das habe ich vor 2 Jahren gemacht, als ich gerade in Italien war und wir hatten gar keine Probleme dabei. Nur die Bescheinigung vom Arzt und die Medikamentenliste dabei natürlich nicht vergessen!

Was du sonst machen kannst? Falls du eine Freundin oder einen Freund hast, der dich im Laufe deines Auslandsaufenthaltes besuchen kommt (und du auch ihnen wirklich vertraust), kannst du sie bitten, dir deine nächste Ration Medikamente mitzubringen. Diese Variante habe ich selbst noch nicht ausprobiert, aber warum sollte auch das nicht machbar sein? 😉

Meine sonstigen Hinweise an dich:

Normalerweise sage ich beim Packen, dass weniger mehr ist und du das Meiste genauso gut im Ausland kaufen kannst. Bei Mitnahme von Medikamenten gilt aber: Im Falle lieber ein bisschen zu viel als zu wenig dabei haben!

Den Fehler habe ich letztes Jahr selbst begangen, als ich in Mexiko war und nur ein Asthma-Spray dabei hatte. Die Story dazu kannst du hier lesen (sie hat sich doch zu einer ganz lustigen Geschichte entwickelt 😉 ). Und: Sollte es bei dir spezifisch um Mukoviszidose gehen und das Inhalieren auch zu deinen täglichen Aufgaben gehört, empfehle ich dir eher nur weniger Inhaletten mitzunehmen als zu viele (sie nehmen ziemlich viel Platz weg im Rucksack) und dafür eine saubere und gute Unterkunft mit Küche zu buchen, sodass du dir, anstatt tausende von Inhaletten mitzunehmen, lieber die wenigen, die du dann hast, öfters auszukochen.

Finde hier weitere Blogposts zum Thema “Reisen mit chronischer Erkrankung“:

 

Können dir diese Tipps in irgend einer Art und Weise weiterhelfen? Hast du auch eine Erkrankung und reist trotzdessen? Was hast du für Erfahrungen dabei gemacht? Waren sie eher positiv oder negativ?

 

2 Comments:

Leave a comment:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.