29 Mai, 2017

Wachstumsschmerz: Warum uns Veränderung so verdammt schwer fällt

29 Mai, 2017

Du kennst das Phänomen. Wir alle kennen es. Wir haben es alle schon erlebt, jeder Einzelne von uns. Wir wollen etwas in unserem Leben verändern. Wir wissen, in unserem Herzen, in unseren Knochen, dass wir die Veränderung brauchen, doch irgend etwas in uns sträubt sich. Plötzlich schwirren lauter „Ja, aber..“s in unserem Kopf herum und die vielen, vielen Zweifel steigen auf und lassen unseren Wunsch nach Veränderung immer weiter in die Ferne rücken. Hier beginnt der ewige Streit zwischen unserem Kopf und unserem Herzen. Doch warum machen wir es uns eigentlich so schwer?

 

Wachstumsschmerz: Warum uns Veränderung so verdammt schwer fällt

Ich möchte dir hierzu kurz erzählen, wie auch ich schon an einem Punkt in meinem Leben war, an dem ich, aufgrund von dem gerade beschriebenen Wachstumsschmerz, einen völligen Stillstand in meinem Leben erlitten habe- persönlich, beruflich und auch emotional. Es war in der Zeit vor meiner allerersten Soloreise. Ich war gerade mit meinem langjährigen Freund zusammengezogen in eine schöne Bauernhofwohnung in einer sehr schönen Ecke von Düsseldorf. Innerlich habe ich gewusst, dass es nicht das war, was ich wollte oder brauchte und doch tat ich es trotzdem, weil es mir irgendwie wie ein logischer Schritt erschien. Ich studierte gerade Modedesign- ein Studium, das mir nicht sonderlich Spaß machte und mit dem ich auch keine wirkliche Zukunft sah. Ich wusste nicht, was ich wollte, doch ich wusste intuitiv, dass ich Veränderung brauchte. Und doch redete ich mir immer und immer wieder ein, dass das hier mein Leben war, dass ich all das wollte, dass ich später Kinder haben und hier glücklich auf meinem Bauernhöflein mit meinem zukünftigen Ehemann leben würde.

Um die ganze Geschichte kurz zu fassen: Ich war vielleicht nicht todunglücklich, aber ich hatte es mir verdammt bequem gemacht in meinem Leben.

Ich hinterfragte nicht viel und lebte einfach so dahin. Bis ich eines Tages den Mut fasste und beschloss, meinem Wunsch nachzugehen, auf meine erste alleinige Backpackingreise loszuziehen. Na klar hatte ich Angst, doch es war die Veränderung, nach der ich mich gesehnt hatte und die ich dringend gebraucht hatte, denn wie du dir vielleicht vorstellen kannst, hat diese Reise mein ganzes Leben verändert.

Durch diesen einen Schritt, diesen einen gewagten Schritt in die Veränderung, wurde eine ganze Kette an Ereignissen in meinem Leben ausgelöst. Ich habe mich getrennt, bin ausgezogen, habe mein Studium abgebrochen, bin auf weitere Reisen gegangen, habe mich auf die Suche nach mir selbst begeben, habe mich selbstständig gemacht und bin digitale Teilzeitnomadin geworden. All das passierte natürlich im Laufe mehrerer Jahre, doch hätte es diesen ersten Schritt in die Veränderung nicht gegeben, wäre ich heute niemals da, wo ich nun bin.

 

Warum uns Veränderung so weh tut

Warum uns Veränderung also so schwer fällt? Weil wir Angst haben. Das mag eindeutig erscheinen, aber gehen wir der Sache mal auf den Grund, erkennen wir, dass diese Angst evolutionär ergründet ist. Denn wenn wir uns selbst sagen, dass wir etwas verändern möchten, schreit unser Körper, unser ganzes System sofort: „Hell no!„. Unser Körper geht sofort in Alarmbereitschaft, denn Veränderung bedeutet immer, dass wir aus unserer Komfortzone heraustreten müssen. Und unsere Komfortzone hat ja auch irgendwie ihre Daseinsberechtigung: dort sind wir sicher, dort kann uns nichts passieren.

Veränderung bedeutet immer Gefahr. Und warum sollten wir uns dieser Gefahr aussetzen, wenn wir auch gemütlich so weiterleben können, wie bisher? Auch unsere Angst davor, ausgestoßen oder nicht akzeptiert zu werden, sitzt sehr tief. Denn damals hätte, aus unserem „Tribe“ ausgestoßen zu werden, geheißen, dass wir mit ziemlicher Sicherheit in der Wildnis nicht überleben würden.

Was noch erschwerend hinzukommt, ist natürlich noch diese Stimme in unserem Kopf, die uns nicht nur sagt, wie gefährlich all das ist, sondern vor allem auch, dass wir nicht gut genug sind. „Warum sollten wir uns selbstständig machen mit unserer Idee? Das können andere doch viel besser als ich! Warum sollte ich mich von XY trennen? Ich bin doch eh nicht gut genug für irgendwen anders. Warum sollte ich mein Leben verändern? Ich tauge doch sowieso nichts und kann auf dieser Welt nichts beitragen.“ Solche und viele weitere Stimmen melden sich bei uns, wenn wir überhaupt nur daran denken, etwas in unserem Leben zu verändern. Diese Gedanken nennen sich „limitierende Glaubenssätze“ und wir haben sie alle, wenn auch nicht immer in gleicher Form.

 

Wie erreichen wir also Veränderung?

Als Erstes müssen wir uns darüber klar werden, womit wir eigentlich in unserem Leben unzufrieden sind. Dann gilt es, wirklich zu erkennen, mit wie viel Schmerz das Festhalten an jetzigen Umständen behaftet ist, wie unser Leben verlaufen wird, wenn wir nichts ändern und uns bewusst machen, wie viel Zeit und Energie wir dabei tatsächlich verschwenden. Versuche die Veränderung selbst dann mit so viel Positivität aufzuladen wie nur möglich, anstatt sie mit den ganzen „Ja, aber“s zu verbinden. Was vor allem auch sehr wichtig ist, dass du dir so viel Inspiration einholst, wie nur möglich! Höre dir Podcasts und Hörbücher an, lese Bücher, die dich inspirieren, gehe zu Konferenzen (ich war gerade z.B. das erste Mal auf der DNX-Konferenz in Berlin, die mich unheimlich gestärkt hat) und ganz wichtig: Umgebe dich mit Menschen, die dich ermutigen und verzichte, bzw. höre nicht auf die Menschen, die dich entmutigen, ausbremsen oder gar niedermachen! Wenn du dich immer mit den selben Leuten umgibst, besonders denjenigen, die dich negativ beeinflussen, wirst du niemals wirklich etwas ändern können in deinem Leben! Mache Veränderung zu deinem Lebenselixier! Fange an, dich über jede kleine Veränderung in deinem Leben zu freuen, denn jede Veränderung bedeutet immer auch Wachstum! Und nicht zu wachsen, persönlich oder auf welche Art auch immer, bedeutet immer Stillstand.

 

veraenderung-wachstumsschmerz-inspiration

Eines meiner neuesten Learnings: Zur Inspiration und Motivation, um Veränderung im Leben zu bewirken, sind besonders Konferenzen, wie hier die DNX, Gold wert.

 

Solltest du (ja, genau DU!), also gerade in diesem beschissenen Job stecken oder in dieser vielleicht nicht miserablen Beziehung, aber dennoch einer, die dich nicht erfüllt, wenn du dich selbst ständig als Opfer deiner Umstände siehst, wenn du vielleicht reisen willst, aber dich nicht traust, überlege dir folgendes: „Was ist das SCHLIMMSTE, was passieren könnte?“ und überlege dir dann, ob dieser Outcome wirklich so schlimm wäre, wie wenn du dich am Ende deines Lebens fragst: „Was wäre gewesen, wenn..?“ Höre verdammt nochmal auf, dich auf diesem Leben, diesem Wahnsinnsgeschenk, das uns zuteil wurde, auszuruhen und einfach alles so hinzunehmen, wie es gerade ist. DU bist so viel mehr wert! DU hast das Recht, deinen Wünschen und Träumen nachzugehen, auch wenn diese Stimme in dir versucht, dir das auszureden! Wir haben nur dieses eine Leben und wir, die meisten Menschen, sind uns nie darüber bewusst, wie kurz das Leben ist, bis wir plötzlich am Ende stehen und es zu spät ist. Also, verändere etwas, hier und jetzt, denn der kleinste Schritt kann schon Welten bewegen! Nach diesen ersten Schritten, diesen ersten kleinen Schritten in die Veränderung nämlich, eröffnet sich uns eine riesig große Welt voller endloser Möglichkeiten, von denen wir vorher nicht mal geträumt hätten.

Vielleicht hast du es schon gelesen und gehört: Ich schreibe zur Zeit mein erstes Buch. Ein ziemlich großer Schritt, der mir natürlich auch viel Angst bereitet. In diesem Buch werde ich auf meine spirituelle Lebensreise, sowie meine physischen Reisen, eingehen, dir von meinen absoluten Höhen und Tiefen erzählen und meine Learnings aus meinem Leben mit Mukoviszidose mit dir teilen. Ich freue mich schon so unglaublich, und ich freue mich natürlich auch riesig, wenn du dir mein Buch bestellst! Melde dich unten für die allerneusten Infos zum Buch und dem Launch-Date für meinen Newsletter an, in dem ich ein Mal monatlich ganz viel Inspiration und Liebe an dich rausschicke. Danke, dass es dich gibt!



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